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Erstellt am Freitag, 12. März 2010 09:52
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 28. April 2012 17:32
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Willkommen
in der keltischen Kirche!
Fàilte! Welcome!
Kurzer Überblick über die keltische Kirche
Die keltische Kirche in Deutschland folgt der Lehre des Evangelisten, Apostels und Heiligen Johannes (welcher laut Irenäus bis zur Zeit Trajans in der Kirche des Paulus in Ephesus wirkte), der die Betonung auf Liebe, Beziehung und Gemeinschaft im Christentum legte. Es gab sowohl im nahen Osten als auch in Westeuropa sogenannte "johanneische Christen" die der Lehre folgten: "Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde." (Johannes 3,16–17).
Mönche dieser Richtung bildeten als Gegenstück zur koptischen Kirche, die vom Apostel Markus gegründet wurde, aber jener des Johannes folgte, später die sog. Kuldeerorden in Irland und Schottland/England. Josef von Arimathäa wird als erster Missionar auf den brittischen Inseln genannt (vgl. Caesar Baronius, Archivar im Vatikan 1596 in 'Annales Ecclesiastici'), angeblich taufte er Angehörige des kaledonischen Königshauses, die sich später bei der Abbey in Dull (Glastonbury) als erste Kuldeer im 1. Jahrhundert niederliessen (angebl. ein gewisser Mansuetus). Im Jahr 40 und 42 nach Christus folgten Simon Zelotes (angeblich laut Papst Hyppolytus der erste Bischof von Brittanien) und St. Aristobulus, der Alte (Bruder von Barnabas und Unterstützer von St. Andreas, dem Apostel der Schotten), auch sollen Missionare aus Ephesus um das Jahr 80 nach Christus anderen Quellen zufolge das Christentum ins nördliche Brittannien und Schottland gebracht haben (vgl. History of Paganism in Caledonia by Thomas Wise, 1884).
Die oft einsam in der Natur liegenden Einsiedeleien jener Mönche, deren Askese darob auch als das "grüne Peregrinatio" bekannt war, förderten die Liebe und Ehrfrucht zur Natur: Die Natur, ja unsere Ganze Welt und das Leben an sich sind jenen Mönchen nach durch Gott, den Allmächtigen und seinen eingeborenen Sohn Jesus und dem heiligen Geist erfüllt. Es gab auch eine zweite und dritte Art der Pereginatio: Keltische Mönche und Bischöfe missionierten als Wanderbischöfe, als Episcopi Vagantes weitab ihrer Heimat auch gemäß dem "weissen Peregrinatio" und liessen sich auch in entlegenen Winkeln der Natur (wie St. Gallen) und auf Inseln wie z.B. Iona nieder. In der dritten Form reisten sie z.B. damals zu den von kriegerischen Pikten bewohnten Hebriden im Namen des "roten Peregrinatio", dies sind Reisen in kriegerische Gebiete. Mönche wie Ciaran und der Columcille waren stets angesehene, die Askese bevorzugende Heilige, die die Tiere liebten und die Natur achteten. Der Ritus der Segnung von Tieren geht laut Überlieferung auf den hl. Columcille zurück.
Die Keltische Kirche sieht sich als einen Teil der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. Ihre Vertreter hatten in Antike und Mittelater einen maßgeblichen Einfluss auf die Kirche des Westens, z.B. auf den Canon der katholischen Kirche, und verstanden sich durchaus auch als Mitglied der Einen Kirche Jesu Christi, selbst wenn die Kommunion mit der römischen Kirche aufgrund abweichender Berechnung des Osterfestes und der eher der volksnahen zugewendeten Lebensweise und Ansichten der Mönche zuweilen schwierig war (vgl. Ian Bradley Der keltische Weg).
Man sagt, das die Lehre des paulusnahen Johannes ein Streitpunkt zwischen der petrischen Anschauung der römisch katholischen Kirche und jener der Kuldeer war, was vielleicht auch die paulinische Tonsur des Vorderkopfes und nicht jene der römischen Art Hinterkopfes erklärt. Auf der anderen Seite waren aber jene Orte mit Sitz der Kuldeer (Cathair Chuldich) und deren gute Schulen neben den Abteien als Inseln der Weisheit bekannt und erschufen wunderbare Werke der Christenheit. So lehrten diese auch die ersten Missionare des Westens, wahrscheinlich auch deshalb mit dem Segen und Wissen Roms. Das Gemeinsame Erbe dieser einen Kirche Christi überwiegt daher bis heute die kleineren, traditionell gewachsenen Unterschiede, auch wenn die keltische Kirche gerne als "Kirche des Grals" in die Nähe der Templer asl "Militae Christi" und Hüter des Grals gerückt wurde und im späten 12 Jahrhundert in der Kirche Roms vorläufig aufging. Die Treue zum Papst entspricht aus dieser wiederbelebten Tradition und Problematik heraus heutzutage dem Verständnis der orthodoxen und altorientalischen Kirchen,:er wird als Primus inter Pares und als Oberhaupt der katholischen Kirche angesehen und besitzt heutzutage ausser einer Ehrenstellung keine praktische Handlungsbefugnis über die nun autonome, keltische Kirche. Diese, unsere Einstellung rückt die KKD in das weithin bekannte altkatholische und evangelisch/protestantische, ökumenische Verständnis der einen Kirche Christi.
Für die Christen der Gegenwart bedeutet die Rückbesinnung auf diese alte keltische Kirche mit ihrer positiven Sicht der Schöpfung Gottes in Gemeinschaft aller Gläubigen eine gute Perspektive für die Zukunft, das eigene Leben durch gutes, mitfühlendes Handeln und ein gottgefälliges Leben positiv zu beeinflussen und im Nachfolgen von Jesus Christus erlöst zu werden. Diese positive Einstellung schlug sich in der besonderen Ansicht der Sünden und des Beichtens ("Keiner muß, alle dürfen, einige sollten") nieder. Es fielen die iroschottischen Mönche nicht nur durch ihr ausgeprägtes Bußsystem auf, sondern auch durch den Beichtvater, den aus Romanen und Irland bekannten, sogenannten "Seelenfreund"

oder Anam Cara. Diese Praxis der Versöhnung fand weithin Einzug in den allgemeinen Beichtpraktiken der keltischen, aber auch der westlichen Kirche im Allgemeinen.
In der heutigen Zeit muß sich jede Kirche auch die Frage nach zeitgemäßen Anpassungen stellen, ohne die eigene Identität zu verlieren. Wir leiten diese aus den zum Teil sehr alten Inhalten unserer Texte und Liturgie ab, sowie auch den Ansichten und Gebeten die in das Frühchristentum zurückreichen. Wir verschliessen uns dennoch nicht gänzlich Neuerungen und auch nicht vermeindlichen Fragen der Moderne wie die sog. Frauenordination. Jene Gleichstellung der Frauen war ohnehin in Schottland und Irland im alten Recht (Brehons) verankert, so das auch die keltische Kirche z.B. mit St. Brigid von Kildare eine der ersten Äbtissinnen -der Sage von einem Bischof nach versehentlich- zur Bischöfin weihte. Aus der Bibel sind auch ähnliche Stellen der Frauen in leitenden Postitionen bekannt, die man so deuten kann: Wir fügen der Heiligen Schrift mit diesen Auslegungen jedoch nichts hinzu und lassen auch nichts weg.
Zum Thema heilige Schrift und schriftliche Lehren sei gesagt, das wir biblisch fundierten Glaubenslehren folgen, obwohl wir uns auch modernen, sinnvollen Änderungen und Auslegungen auch nicht verschliessen möchten. Wir sehen es als wichtig an, einen lebendigen Glauben in Tradition erhalten zu können und dabei wichtiger Teil der Ökumene zu sein. Wir glauben darüber hinaus ebenfalls, dass bestimmte Dinge auch in der Kirche Christi und deren verschiedensten Konfessionen ein Mysterium bleiben und dass wir nicht fähig sind, alles vollständig zu verstehen, sondern uns trennende Dinge als Bereicherung und Erweiterung unseres Glaubens in geschwisterlichem Verständnis begreifen sollten..
Regional gesehen hatte die Keltische Kirche und ihre Wandermönche einen wesentlichen Anteil an der Missionierung Frankreichs und Deutschlands seit dem 6. Jahrhundert. Beispiele hierfür sind die Heiligen Columban der Jüngere in Frankreich, Pirmin in Süddeutschland sowie Marinus und Anian in Bayern. Die Keltische Kirche wurde in der heutigen Zeit sowohl in Irland

und Schottland

als auch in Frankreich neu belebt und ist heute auch in den USA und in Deutschland wieder aktiv. Mehr geschichtliche Informationen hierzu finden sich in
Wikipedia, welche wir als Nachschlagewerk empfehlen.
Die Keltisch-Apostolische Kirche und die orthodoxe keltisch germanische Kirche waren Gründungsmitglieder des Ökumenischen Rats der Keltischen Kirchen in Deutschland und sind im Oktober 2011 zur Keltischen Kirche in Deutschland e.V. fusioniert.
Die keltische Kirche ist im Vereinsregister Hamm unter VR 1959 eingetragen und mit Freistellungsbescheid als gemeinnützig unter der Steuernummer 322/5937/0853 beim
Finanzamt Hamm anerkannt und darf Spendenbescheinigungen ausstellen
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